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BBL setzt auf "Flagschiffe" und Bürgernähe

von Hans Kurz

Sie wollen dritte Kraft im Landkreis bleiben und mindestens wieder acht Sitze im Kreistag erobern. Das ist das Minimalziel, das der stellvertretende Landrat Johann Pfister bei der Nominierungsversammlung des Bürgerblocks (BBL) in Breitengüßbach vorgab. Natürlich dürfe es mehr sein. Denn man habe schließlich bereits einiges bewirkt. Wie vor sechs Jahren verzichtet der Bürgerblock auf einen eigenen Landratskandidaten.

Da man im Gegensatz zu den Parteien nicht an Direktiven aus München oder Berlin gebunden sei, sei man näher am Ort und näher an den Menschen, so eines der Hauptargumente, die Pfister vortrug. "Uns bricht kein Zacken aus der Krone, wenn CSU, SPD oder andere gute Vorschläge haben und wir zustimmen", führte der Bischberger Bürgermeister aus. Ein Grundsatz sei auch, dass es bei der BBL keinen Fraktionszwang gebe. Das mache zwar die Arbeit des Fraktionsvorsitzenden Georg Zipfel manchmal nicht einfach. "Bei uns kann jeder seine eigene Meinung haben", betonte Pfister. "Wir bitten dann nur darum, an das Gemeinwohl zu denken."

Um ihr Ziel zu erreichen setzt die BBL auf eine "breit aufgestellte Liste" (Pfister), die von amtierenden Bürgermeistern, Kreisräten und Personen, die zuletzt gute Wahlergebnisse erzielten - "unsere Flaggschiffe" (Zipfel) - angeführt wird. Man habe auch Wert auf eine verjüngte Liste gelegt, sagte Zipfel. So seit zum Beispiel er selbst, der nicht er als Bürgermeister in Schlüsselfeld antrete, freiwillig nach hinten gerutscht (Platz 8), ebenso Kreisrat Michael Mohr aus Burgebrach (Platz 35). Neu ganz vorne auf der Liste sind etwa Königsfelds Bürgermeisterin Gisela Hofmann (Platz 2, 2008: Platz 32) und Breitengüßbachs im März gewählte Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder (Platz 4), die erstmals kandidiert.

Weiter nach vorne wollte Karin Geyer aus Lisberg. Ihr sei ein Platz im ersten Drittel versprochen worden. Ihr Antrag, auf der Liste von Platz 27 auf 20 vorzurücken, wurde aber mit 28:9 Stimmen abgelehnt. Der Listenvorschlag wurde dann schließlich in einem zweiten Wahlgang einstimmig gebilligt.

Bericht Nominierungsversammlung


Bürgerblock: Kein eigener Landratskandidat

Veröffentlicht am 6. Dezember 2013 von Redaktion

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Bekanntheit ist Trumpf. So ließe sich die Nominierung der Kreistagskandidaten des Bürgerblocks zusammenfassen, zumindest bezogen auf die vorderen Plätze. Mit dabei sind auch die Bürgermeister aus Baunach und Breitengüßbach. Das Ziel: die dritte Kraft im Landkreis zu bleiben. Ein eigener Landratskandidat wurde nicht nominiert.

Acht Sitze im Kreistag. Die sollen laut Johann Pfister, stellvertretendem Landrat und Bürgermeister von Bischberg, für den Bürgerblock bei der Kommunalwahl 2014 wieder drin sein. Gut vertreten sei man bislang vor allem deshalb, weil der Bürgerblock nicht an Direktiven aus München oder Berlin gebunden sei. Außerdem gebe es keinen Fraktionszwang.